Nicht im eigentlichen Sinn. Ein eingerichtetes Google Ads Konto wird nicht gelöscht, sondern aufgelöst. Das geht jederzeit über Verwaltung > Kontoeinstellungen > Kontostatus > Mein Konto auflösen, allerdings nur mit Administratorzugriff. Die Anzeigen stoppen innerhalb von 24 Stunden, offene Kosten werden noch abgebucht, Restguthaben kommt zurück. Das Konto selbst bleibt bestehen: Du kannst dich weiter anmelden, alte Daten ansehen und es später wieder aktivieren. Endgültig entfernen lässt sich nach der Hilfeseite nur ein Konto, dessen Einrichtung noch nicht abgeschlossen ist.
So beschreibt es die Google-Ads-Hilfe zum Auflösen eines Kontos, Stand Oktober 2026.

Auflösen oder nur pausieren
Willst du das Konto wirklich loswerden oder nur kein Geld mehr ausgeben? Das entscheidet vor dem Auflösen. Für Letzteres reicht es, alle Kampagnen zu pausieren. Google selbst nennt das als Alternative, wenn im Konto kein Restguthaben liegt. Pausierte Kampagnen liefern nicht aus. Struktur, Keywords und Anzeigen bleiben erhalten.
Auflösen ist sinnvoll, wenn du Restguthaben aus einer Vorauszahlung zurückhaben willst, wenn ein Konto doppelt angelegt wurde oder wenn du sicher sein willst, dass nichts mehr ausgeliefert wird, auch nicht durch eine versehentlich aktivierte Kampagne.
Zwei Voraussetzungen nennt Google:
- Administratorzugriff. Ohne ihn fehlt die Option.
- Abgeschlossene Abrechnungseinrichtung. Ist sie noch offen, musst du sie erst abschließen, bevor du auflösen und eine Erstattung beantragen kannst.
Für ein Kundenkonto unter einem Verwaltungskonto (MCC) brauchst du Administratorzugriff auf das Verwaltungskonto und musst Inhaber des Kundenkontos sein.
Die Ausnahme vom Auflösen ist das halb angelegte Konto. Wer bei der Registrierung abgebrochen hat, meldet sich in Google Ads an, klickt rechts oben auf das Profilbild und entfernt den Entwurf über das Löschsymbol endgültig. Nur hier spricht die Hilfeseite vom endgültigen Entfernen.
Was mit Geld und Daten passiert
Das Auflösen beendet die Auslieferung, nicht die Abrechnung. Alle ausstehenden Kosten musst du noch begleichen. Laut der Hilfeseite zur Abrechnung nach der Kontoauflösung werden offene Beträge innerhalb von 31 Tagen automatisch über die primäre Zahlungsmethode abgebucht. Bei nachträglicher Zahlung umfasst diese letzte Abbuchung alle Kosten, die vor dem Auflösen entstanden und noch nicht abgerechnet waren. Ist die hinterlegte Karte abgelaufen, ersetzt du sie vorher, sonst verzögert sich die Abschlusszahlung.
| Was | Was Google dazu schreibt |
|---|---|
| Anzeigen | Auslieferung endet innerhalb von 24 Stunden |
| Offene Kosten | Abbuchung innerhalb von 31 Tagen über die primäre Zahlungsmethode |
| Restguthaben | Erstattung über die ursprüngliche Zahlungsmethode, in der Regel in 4 bis 12 Wochen |
| Werbeguthaben, Startguthaben | Wird nicht erstattet |
| Remarketing- und Kundenabgleich-Listen | Status „Geschlossen“, nach etwa einem Monat werden alle Nutzer entfernt |
| Kontodaten | Bleiben einsehbar, nach längerer Zeit evtl. nicht mehr |
Bei Kreditkarte und Lastschrift bearbeitet Google die Erstattung meist innerhalb von zwei Wochen. Bis die Bank gutschreibt, können weitere zehn Arbeitstage vergehen. Bei Banküberweisung dauert es länger, und du musst unter Umständen deine Bankverbindung in den Abrechnungseinstellungen angeben. Den Status siehst du in der Abrechnungsübersicht. Wie Schwellenwert, Monatserster und Vorauszahlung im laufenden Betrieb zusammenspielen, steht im Beitrag zur Google Ads Abrechnung.
Bei den Daten bleibt Google vage. Nach dem Auflösen kannst du dich laut Hilfeartikel zum Zugriff auf aufgelöste Konten weiter anmelden, die bisherige Leistung ansehen und Zahlungsinformationen prüfen. Über die Google Ads API kommst du an ein aufgelöstes Konto nicht heran. Und: Wenn seit der Auflösung „bereits einige Zeit vergangen“ ist, kann der Zugriff wegfallen. Eine konkrete Frist nennt die Hilfe nicht. Lade Rechnungen und Berichte deshalb vor dem Auflösen herunter, nicht danach.
Zurückholen oder sauber neu anfangen
Ein aufgelöstes Konto lässt sich kostenlos wieder aktivieren, ebenfalls nur durch Administratoren: Verwaltung > Einstellungen > Kontostatus > Mein Konto reaktivieren. Dabei kann Google verlangen, dass du deine Zahlungsinformationen bestätigst.
Ein Detail, das man kennen sollte: Kampagnen, die vor dem Auflösen aktiv waren, werden nach der Reaktivierung laut Google wieder ausgeliefert. Wer das nicht will, pausiert sie sofort nach dem Reaktivieren. Bleibt ein reaktiviertes Konto drei Monate ohne Anzeigenauslieferung, wird es laut Google automatisch wieder aufgelöst. Dasselbe passiert ohnehin mit Konten, für die mehr als 15 Monate keine Ausgaben angefallen sind.
Oft steht hinter „Konto löschen“ aber gar kein Abschied, sondern ein verkorkster Start: Smart-Modus-Kampagnen, die nie jemand verstanden hat, wild gemischte Keywords, kein Tracking. Dann ist die Frage eher, ob du das alte Konto aufräumst oder ein neues aufbaust. Der Weg zu einem neuen Konto im Expertenmodus steht in der Anleitung Google Ads Konto erstellen, die typischen Startfehler im Beitrag über Google-Ads-Anfängerfehler.
Wer die neue Struktur nicht von Hand bauen will: KeywordShop erstellt aus deiner Website eine fertige Kontostruktur, die ein Script pausiert in deinem Google Ads Konto anlegt. Budgets, Gebote und Zahlungseinstellungen bleiben bei dir.
Wenn „Mein Konto auflösen“ fehlt
Drei Ursachen kommen laut Google in Frage:
- Dir fehlt der Administratorzugriff. Prüf deine Zugriffsebene oder bitte einen Admin, das Konto aufzulösen.
- Der Admin ist nicht mehr da, etwa weil er das Unternehmen verlassen hat. Dann hilft nur der Google-Ads-Support. Halte Kundennummer, Login-E-Mail-Adresse und die Zahlungsinformationen des Kontos bereit.
- Das Konto gehört zu Google Ad Grants. Hier müssen erst alle Kampagnen entfernt werden, dann löst Google das Konto auf.
Kein Weg führt übrigens über das Google-Konto selbst. Die Google-Hilfe behandelt das nur als Hindernis für eine spätere Reaktivierung: Wer sein Google-Konto gelöscht hat, muss es erst wiederherstellen, bevor das Google Ads Konto wieder aktiviert werden kann. Wer nur die Werbung beenden will, bleibt beim Auflösen in den Kontoeinstellungen.