Keyword-Recherche klingt nach teuren Tools und großen Datenbanken. Für den Anfang brauchst du beides nicht. Die wichtigsten Suchbegriffe für dein Angebot stehen längst in deinem Kopf und auf deiner Website — du musst sie nur systematisch herausholen. Dieser Beitrag zeigt einen Weg, der ohne kostenpflichtiges Tool auskommt und trotzdem eine belastbare Keyword-Liste liefert.
Erst die Absicht, dann das Wort
Der häufigste Anfängerfehler ist, mit einer Liste von Wörtern zu starten. Besser ist, mit der Suchintention zu beginnen: Was tippt jemand ein, der genau dein Angebot sucht — und in welcher Situation?
Menschen suchen in verschiedenen Phasen:
- Informierend — sie sammeln Wissen („wie funktioniert …", „was kostet …").
- Vergleichend — sie wägen Optionen ab („… vs. …", „beste …").
- Kaufbereit — sie wollen jetzt handeln („… kaufen", „… in [Ort]", „… beauftragen").
Für Google Ads sind besonders die letzten beiden Gruppen interessant, weil dort echte Nachfrage steckt. Ein Keyword ist nur so gut wie die Absicht dahinter.
Deine Website ist die erste Quelle
Öffne deine eigene Website und lies sie wie ein Kunde. Welche Leistungen, Produkte und Orte stehen dort? Genau diese Begriffe sind deine erste Keyword-Basis, denn sie beschreiben, was du tatsächlich anbietest.
Schreibe für jede Leistung auf:
- Den Kernbegriff (die Leistung selbst).
- Nahe Synonyme, die Kunden benutzen könnten.
- Ortsbezüge, falls du regional arbeitest.
Diese Liste ist ehrlicher als jede generische Vorlage, weil sie zu deinem realen Angebot passt. Genau nach diesem Prinzip arbeitet auch Keyword Shop: Es liest deine Website und leitet daraus die Struktur ab — nur eben automatisch und vollständig.
Kostenlose Quellen für mehr Ideen
Wenn die Basis steht, erweiterst du sie mit frei verfügbaren Signalen:
Google-Suche selbst
Tippe deinen Kernbegriff bei Google ein und schau auf die Autovervollständigung. Diese Vorschläge sind reale, häufige Suchanfragen. Ganz unten auf der Ergebnisseite findest du außerdem „Ähnliche Suchanfragen" — eine weitere Ideenquelle direkt aus echtem Suchverhalten.
Der Google Keyword-Planer
Innerhalb von Google Ads gibt es den Keyword-Planer kostenlos. Er zeigt Suchvolumen und verwandte Begriffe. Er liefert dir Zahlen und Ideen — die Struktur baust du daraus aber selbst, denn eine Liste ist noch keine Kampagne.
Fragen deiner Kunden
Welche Fragen stellen dir Kunden immer wieder? Diese Formulierungen sind oft wörtlich das, was auch bei Google eingetippt wird. Support-Mails und Verkaufsgespräche sind eine unterschätzte Keyword-Quelle.
Gruppieren statt sammeln
Eine lange Liste ist wertlos, solange sie ungeordnet ist. Der entscheidende Schritt ist das Gruppieren: Fasse Keywords zusammen, die dieselbe Absicht haben, und trenne, was nicht zusammengehört. Jede Gruppe wird später eine eng geschnittene Anzeigengruppe mit passenden Anzeigen.
Denke auch an negative Keywords — Begriffe, für die du nicht erscheinen willst. Wer „kostenlos" verkauft nicht, sollte „kostenlos" ausschließen. Negative Keywords sparen Budget, bevor es überhaupt ausgegeben wird.
Wo die Handarbeit endet
Recherche und Gruppierung sind erlernbar, kosten beim ersten Mal aber Stunden. Genau diesen Schritt nimmt dir Keyword Shop ab: Aus deiner Website entstehen gruppierte Keywords, passende Anzeigengruppen und dazu geschriebene Suchanzeigen — importfertig für den Google Ads Editor. Du bekommst außerdem ein Dokument zur Suchintention, das offenlegt, warum welche Begriffe gewählt wurden. Wenn du danach selbst weiterrecherchieren willst, hast du ein sauberes Fundament statt eines leeren Kontos.
Wie aus solchen Keywords gute Anzeigentexte werden, liest du im Beitrag RSA-Anzeigen schreiben.
Nächster Schritt
Keyword-Recherche geht ohne teures Tool — sie kostet aber Zeit und Sorgfalt. Wenn du beides sparen willst, sieh dir die Preise an oder erstelle ein Konto und lass aus deiner Website eine fertige, nach Absicht gruppierte Keyword-Struktur generieren.